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Multiroom – ein Begriff aber verschiedene Geschäftsmodelle

 Infotainment-System  Kommentare deaktiviert für Multiroom – ein Begriff aber verschiedene Geschäftsmodelle
Okt 012011
 
Think Create Innovate

Wenn man von Multiroom und modernem Home-Entertinment redet, hat man im Allgemeinen eine grobe Vorstellung von dem, was man erwartet. Üblicherweise informiert man sich in einschlägigen Foren oder sucht nach einer Empfehlung. Wenn dann eine Lösung oder eine Marke die Aufmerksamkeit gewonnen hat, wird man diese weiter verfolgen. Informationen werden gesammelt und sollen dann irgendwann für eine Entscheidung ausgewertet werden. Allzu oft wird dabei dem jeweiligen Geschäftsmodell des Anbieters wenig Beachtung geschenkt.

Welches Geschäftsmodell wird vom jeweiligen Anbieter gefahren?

Auf diesen Punkt sollte man mal genauer schauen.

Mir sind folgende Geschäftsmodelle aufgefallen:

  • Handelsagentur oder Online-Shop – Produkte importieren, verkaufen – sehr häufig wenig bis keinen Support – wenig Detailkenntnisse
  • Integrator – Hardware zusammenbauen – Fremdsoftware installieren – Support auf Forum der Zulieferer umleiten
  • Markenvertrieb – kennt seine Ware – gibt Support und verweist auf Forum – hat keinen systemübergreifenden Support, wenn seine Ware nur Bestandteil eines Multiroom-Systems ist – Probleme werden dann oft zum Leid des Käufers hin und hergeschoben
  • Markenabhängiger Installer – denkt häufig in BUS-Normen und Steuerungssoftware, die er gelernt hat zu programmieren – bietet deshalb fast nur Lösungen, die zum Steuerungssystem passen – bringt erst einmal das Steuerungssystem ins Spiel und dann das Entertainment
  • Planer – Lösungsprofi – kann/sollte markenübergreifend denken – ist aber abhängig vom Installer seines Vertrauens, der die Planung stark beeinflusst
  • Systemhaus – der Kundenwunsch ist oberste Priorität – liefert die passende Planung – liefert die Turn-Key-Solution mit Einweisung und nachhaltigem Support
Selber machen oder andere machen lassen…

Was ist für mich und meinen Geldbeutel das Richtige? Wer eine besondere und individuelle Lösung haben will, muss schon mit einem entsprechenden Kostenaufwand rechnen. Wer genügend Zeit und Lust hat, kann mit entsprechender Beratung auch bei kleinem Budget ein gutes System aufbauen. Notfalls halt in mehreren Etappen. Die Planung sollte dann aber den stufenweisen Ausbau von Anfang an berücksichtigen. Am besten ein Modulares System bevorzugen. Oft verfolgen die verschiedenen Hersteller mit Ihren Produkten jedoch eine in sich geschlossene Anwendung z. B . nur Audio-Verteilung. Für den Selbermacher bleibt die PC-Plattform nach wie vor die flexible und ausbaufähige Alternative.

Verfüge ich über ein höheres Budget – so ab 10.000EUR für ein Audio-Video-TV-System – bietet es sich an, einen Auftrag an einen ausführenden Betrieb seines Vertrauens zu geben. Je nach dessen Geschäftsmodell kann das Ganze als professionell organisiertes Projekt ablaufen.

Dabei sollte man daran denken, dass so ein System schon in der Planung erheblichen Aufwand abverlangt. Ohne intensive Denk- und Validierungsarbeit werden Ihre Wünsche nicht umgesetzt. Und jedes Projekt ist anders.

Denken Sie deshalb bitte auch darüber nach, welcher Partner mit welchem Geschäftsmodell zu Ihrem Vorhaben am besten passt.

Mit freundlichen Grüssen

DeExperte